Die Salzwiesen

 

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Wachsendes Land

 

Im Wattenmeer siedeln ganz oben an der Hochwasserlinie Pflanzen, die das von den Gezeitenströmen herbeigeführte Feinmaterial einfangen und so ihre Standorte mit jeder Flut Schicht für Schicht aus dem Gezeitenbereich „herauswachsen“ lassen. Diese oft riesigen Gebiete zwischen Land und Meer, die Salzwiesen, werden nur noch unregelmäßig überflutet. Von Mai bis Oktober wandelt das Blütenmeer der Salzwiese ständig seine Farbenpracht, ein Grund, weshalb die Salzwiesen zu den besonders schönen Lebensräumen im Nationalpark zählen. Überdies bergen die Salzwiesen die größte Artenvielfalt des Lebensraums Wattenmeer.

 

Auch hier ist das Leben kein Zucker- sondern ein Salzschlecken. Wechselnde Salzgehalte, Überflutungen und Nähstoffangebote sind die Bedingungen, unter denen nur eine hoch spezialisierte Pflanzengemeinschaft eine Chance hat, d.h., Pflanzen, die hier wachsen, können nur hier leben. Hinter dem Deich hätten sie unter den dort lebenden Pflanzen keine Chance. Das gilt auch für viele Insektenarten, deren Leben von den Pflanzen in den Salzwiesen abhängt.

 

In den Salzwiesen leben zudem Millionen von Vögeln. Viele brüten hier in oft riesigen Kolonien. Im Frühjahr und Herbst rasten viele Zugvögel in den Salzwiesen und stärken sich für die Fortsetzung ihrer anstrengenden Flüge.